Kostenfreie Mediation im Bereich Behindertengleichstellung

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Mediationen Behindertengleichstellung
Johannes Priebsch

Johannes Priebsch

Mediator & Partner bei geschlichtet!
Mediator in Wien. Schwerpunkte Behindertengleichstellung, Start-Ups und Wirtschaftsmediation. Auf Deutsch, Italienisch und Englisch.
Johannes Priebsch

Seit Dienstag finden Sie Johannes Priebsch auch auf der Liste der Mediatoren des Sozialministeriumservice. Das ermöglicht Ihnen kostenfreie Mediationen im Schwerpunkt Behindertengleichstellung bei Johannes Priebsch über das Sozialministeriumservice. Erfahren Sie hier mehr zu Anspruchsberechtigung, Ablauf und die Unterschiede und Vorteile gegenüber der Schlichtung.

Anspruch

Die folgenden Gruppen sind für kostenfreie Mediationen bei Johannes Priebsch im Schwerpunkt Behindertengleichstellung anspruchsberechtigt:

Begünstigte Behinderte

  • die an Ihrem Arbeitsplatz der in Ihrer Ausbildungsstätte aufgrund Ihrer Behinderung belästigt oder diskriminiert werden. (Mobbing, Ausgrenzung, Überforderung, …)
  • die aufgrund fehlender Barrierefreiheit diskriminiert werden (Geschäfte, Restaurants, öffentliche Plätze, …).
  • die bei Abschluss von Versicherungen oder bei Vertragsverhandlungen mit dem Arbeitgeber diskriminiert werden.

Arbeitgeber von begünstigten Behinderten

  • die eine herausfordernde Situation mit dem/der Angestellten lösen wollen.

Angehörige begünstigter Behinderter

  • wenn Sie aufgrund des Naheverhältnisses zu einem Behinderten diskriminiert oder belästigt werden.
  • wenn die Beziehung zu dem Verwandten/Bekannten schwierig ist, und Sie Missverständnisse klären möchten.

Ablauf

  • Stellen Sie bei der Wiener Landesstelle des Sozialministeriumservice einen schriftlichen Antrag auf Schlichtung.
  • Einigen Sie sich in der Schlichtungssitzung mit allen Beteiligten auf eine alternative Streitbeilegung durch Mediation.
  • Wählen Sie gemeinsam mit den anderen Beteiligten Johannes Priebsch als Mediator dafür aus.
  • Dann unterstütze ich Sie und die anderen Beteiligten dabei eine gütliche Einigung für den Interessenskonflikt und eine Vereinbarung für die gemeinsame Zukunft zu finden.
  • Nach erfolgreicher Einigung schicke ich dem Sozialministerium eine Bestätigung, dass der Konflikt gütlich beigelegt werden konnte.

Kosten für die Mediation

  • Je Schlichtungsverfahren werden die Kosten für max. 10 Stunden (à 50 Minuten) Mediation vom Sozialministeriumservice übernommen; bei einer möglichen Verbandsklage gem. § 13 BGStG max. 20 Stunden Mediation.
  • Bei komplexeren Konflikten kann nach Rücksprache mit dem Sozialministeriumservice auch eine Co-Mediation gewährt werden.

Unterschiede zur Schlichtung

Während in der Schlichtung der Schlichter Vorschläge zu einer Lösung des Konfliktes einbringt, liegt die Lösung in der Mediation zu 100% in den Händen der Medianden! Anders als der Schlichter, bewertet der Mediator die Aussagen der Konfliktparteien nicht und bleibt damit völlig unparteiisch. Das Ergebnis und die Lösung gehen damit ganz von den Medianden aus. Ihrer eigenen Lösung fühlen Sie sich verpflichtet. Das macht die Mediation in den allermeisten Fällen zu einem besseren Instrument.

Gerade bei der Behindertengleichstellung sind das Recht selbst zu bestimmen und das Auffinden individueller Lösungen, die auf die Interessen und Bedürfnisse beider Konfliktpartner abgestimmt sind, besonders wichtig. Es geht dabei nicht nur um die sachliche Lösung des Konflikts, sondern auch um die Annäherung der Parteien und deren gegenseitiges Verstehen. Der Lösungsprozess in der Mediation ist darauf optimiert, diesen Mehrwert zu liefern und das zusätzlich zu einer effektiven Lösung des Konflikts.

Einfluss auf Schlichtung

Auch während eines begonnenen Schlichtungsverfahrens ist es möglich, eine Mediation zu beginnen. Bis zum Ende einer Mediation ruht die Schlichtung und alle Fristen. Ist eine gütliche Lösung in der Mediation nicht möglich, bekommen die Schlichtungsparteien eine Bestätigung über die Nicht-Einigung ausgestellt. Die Schlichtung geht dort weiter, wo sie unterbrochen wurde. Ist auch die Schlichtung nicht möglich, kann der/die Schlichtungswerber/in seine/ihre Ansprüche immer noch beim zuständigen Gericht geltend zu machen.

(Foto: Shutterstock)

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