Kenny’s World of Juices im Interview

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Wir haben einen Termin für den späteren Nachmittag vereinbart. Zu dieser Zeit sei weniger los , so der Gründer und Eigentümer, und wir könnten uns besser unterhalten. Als ich dort ankam, stand die Schlange fast bis auf die Straße und ich dachte mir: wie sieht das aus, wenn dort Normal-Betrieb herrscht. Kenny’s World of Juices. Von einem unglaublich tollen Menschen gegründet, der uns ein Interview gegeben hat. Lesen Sie, wieso man in seinem Geschäft übernachtet, was Kenny mit Didi Mateschitz gemeinsam hat, welche Vergehen die Behörde mit Strafen von 50€ bzw 30€ ahndet. Vor allem aber: wo Sie herrlichste Smoothies bekommen. Und für alle Männer: wo Gesundes endlich einmal richtig schmeckt.

 

Wie hat das begonnen? Wie kommt man auf die Idee, dass man einen Smoothie & Frozen Yogurt Shop in Favoriten aufmacht?

Ich war ein Langzeit-Student, seit meinem 18. Lebensjahr stehe ich auf eigenen Beinen und ich habe neben dem Studium in den verschiedensten Branchen gejobbt. In den letzten Jahren war ich in vielen Ländern unterwegs. England, Frankreich, Italien, Deutschland, Türkei, Kuba etc. Natürlich auch viel in Österreich. Im Vordergrund meiner Reisen standen immer kulinarische Erlebnisse und die verschiedenen Kulturen. In vielen Branchen wird einfach mit der Gesundheit der Menschen gespielt. Und ich wollte etwas machen, was natürlich ist. Dass alles frisch gemacht wird. Dass der Kunde immer die Qual der Wahl hat. Alles soll transparent sein und der Kunde soll sich einfach ansehen können, wie alles zubereitet wird.

Warum in Favoriten?

Viele fragen mich, warum im 10. Bezirk. Wir sind die ersten, die so ein einzigartiges Lokal in den 10. Bezirk gebracht haben. Viele große Konzerne haben sich wegen dem Klientel, dem Publikum nicht hergetraut. Bei uns war das aber ein Vorteil. Ich selbst habe einen Migrations-Hintergrund und eines hab ich in meinem Leben gelernt…Essen verbindet alle Menschen! Egal ob weiß, schwarz, braun oder gelb…Aufgrund der Herkunft eines Menschen, darf man nicht über ihn/sie urteilen. Da Favoriten der Bezirk mit der größten Bevölkerungsdichte und mit der größten Anzahl an Ausländern in Wien ist, wusste ich, dorthin muss ich, da muss meine Geschichte ihren Anfang nehmen. Durch mein Konzept wollen wir mit unseren einzigartigen Smoothies aus aller Welt den Menschen auf gesunder & leckerer Art und Weise aufmerksam machen, dass es egal ist welcher Nation man angehört. Das Wichtigste ist, dass man genau in Krisenzeiten wie jetzt zusammen halten muss. ES IST EGAL WOHER MAN KOMMT, WICHTIG IST WOHIN MAN GEHEN MÖCHTE. Wir wollen einfach mit unseren Produkten ein Strahlen in das Gesicht unserer Kunden zaubern. Viele sagen, in der Neubaugasse, in der Stadt wird das extrem gut laufen, … und ich sag, ja, höchstwahrscheinlich. Nur die Menschen im 10. Bezirk, sind die minderwertiger, sind die anders als die Menschen in den besseren Bezirken? Die Menschen hier sollen genau so eine Chance auf was Gesundes und Besonderes haben. Darum Favoriten.

Und dann?

Ich hatte dann einen Unfall, ein Schicksalsschlag. Ich bin vom Balkon gestürzt beim Blumengießen bei der Schwiegermutter in spe.

…doppelt blöd, die Schwiegermutter und der Balkon…

Da bin ich aus 3 Metern Höhe gestürzt. Ich hatte einen Einriss und bin ganz unglücklich aufgekommen. Ich wurde 2x operiert, 8 Wochen Liegegips, war in 3 verschiedenen Krankenhäusern und dann auf Rehabilitation. In diesem Zeitraum hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Trauer, Schmerz, Glück, Zufall oder Bestimmung…während meinem Aufenthalt in der Rehaklinik hab ich Gerda Hauser kennengelernt. Das ist eine Kinesiologin und sie hält unter anderem weltweit Darmreinigungs-Seminare ab. Bei ihr ist das Motto: Nahrung ist Medizin. Mit ihr habe ich dann meine Rezepte erweitert. Wir haben dann vor allem die ayurvedischen Gewürze dazu genommen. In den komischsten Situationen stellte ich ihr verschiedenste Fragen, in der Sauna, beim Gehen lernen, beim Arzt, oder bei der Therapie, hab ich mir immer und überall etwas aufgeschrieben. War eine tolle Zeit, trotz Verletzung.

Und dein Angebot für Favoriten ist….

kennys_world_of_juices_interview_geschlichtetIch versuche immer wie die Kunden zu denken. Auf was legen die Menschen wert. Alle Menschen können sich mit gewissen Dingen identifizieren. Mit der eigenen Nation / der eigenen Flagge und mit Essen. Egal ob Serbe, Türke, Araber oder Österreicher, alle sind stolz auf das eigene Heimatland. Kenny’s World of Juices gibt eben jedem die Chance auf eine kulinarische Reise durch die Welt. Mit Zutaten wie sie typisch für das jeweilige Land sind. Polen und Russland zB haben als einzige Rote Rüben , das ist sozusagen das Volksgemüse dort.

… ich bin mit einer Polin verheiratet, ich kenne das als Bast….

Und es war wirklich schön, wenn Leute reingekommen sind, und sich aufgeregt haben, weil kein Juice aus ihrem Land da war; zB keiner aus Nigeria. Oder aus China – „wo ist der China-Juice? Ich bin kein Japaner“. Oder wenn Türken gekommen sind, die haben gesagt „Ich trinke meine Wurzeln.“ So haben wir uns das ausgedacht – Säfte aus aller Welt. Bei uns kommt fast 1 Kg Obst in jeden Saft rein. Wir haben 2 Smoothiegrößen. Egal für welchen frisch gepressten Saft man sich bei uns entscheidet, der Preis ist für jedes Land immer gleich! Kenny’s Preise sind die günstigsten in unserer Branche in Wien. Preislich haben wir das so niedrig gehalten , alleine wegen dem Standort. Damit auch Leute mit einem kleinen Budget sich das leisten können. Das heißt wiederum, ich muss halt wirklich viel verkaufen um alle meine Kosten decken zu können. Das Verpackungsmaterial ist biologisch kompostierbar. Total umweltfreundliches Verfahren beim Material. Der Strom ist Ökostrom von Energie Klagenfurt. Der ist zwar teurer, aber umweltschonend. Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit stehen ganz oben bei Uns. Es sind die vielen Kleinigkeiten, die wir bedacht haben. Zum Beispiel beim Mixer. Wir haben keinen normalen Mixer genommen, sondern extra einen aus den USA bestellt. Der mixt von unten und sehr seicht, – dadurch ist der Vitamin-Verlust viel geringer.

…ich wusste gar nicht, dass beim Mixen Vitamine verloren gehen können…

Ja, durch die hohe Drehzahl und der dadurch entstehenden Hitze gehen beim Mixen Vitamine verloren. Das haben wir auch bedacht. Dafür, dass es mein erstes Geschäft ist, haben wir an wirklich vieles gedacht. Es sind eben die vielen Kleinigkeiten, die am Ende den großen Unterschied ausmachen. Alles was zB. regional verfügbar ist, beziehen wir regional. Die Äpfel zB. sind aus der Steiermark.

… sehr gut!…

Auch für Diabetiker gibt es Juices. Es ist alles roh, es ist alles frisch, es gibt keine Zusatzstoffe und alles wird handgemacht. Wir haben die Säfte so konzipiert, dass sie den Verdauungstrakt möglichst wenig belasten. 90% der Krankheiten gehen vom Verdauungstrakt aus. Man kann sich nicht vorstellen wie die heutige Menschheit sich mit dem ganzen Junkfood wirklich krank isst. Wenn man dann krank oder übergewichtig ist, erst da kommt man dann wirklich drauf, wie wichtig unsere Ernährung ist. Man ist, was man isst. Auch im Winter gehen die Säfte ziemlich gut. Die Leute brauchen was Natürliches, Vitaminreiches. Einer unserer Kunden ist zB die Apotheke von Gegenüber. Die kommen jeden Tag und haben sich alles angesehen und sind total begeistert. Das ist 10x gesünder als jede pharmazeutische Arznei, – es ist Natur. Man muss natürlich wieder zurück zu den Wurzeln, zurück zur Natur. Dementsprechend kommt die gesunde Welle jetzt immer mehr. Es werden daher immer mehr solche Lokale aufsperren. In Wien ist es noch wenig im Vergleich zu anderen Metropolen.

Ihr habt ein sehr angenehmes Flair, ein freundliches Ambiente. Ihr habt kein Jutesack und Birkenstock-Flair hier. Was ja auf manche abschreckend wirkt…

Ja, das war uns wichtig und hat auch sehr viel Aufwand erfordert. Unsere Geschäftsausstattung ist auch aus den unterschiedlichsten Ländern. Die Wandpaneele kommen zB aus der Türkei, die Barplatte aus der Slowakei und so weiter. Wir arbeiten auch mit dem AMS zusammen. Ich habe extra Damen und Herren eingestellt, die langzeit-arbeitslos waren und die sonst keine Chance auf einen Job mehr bekommen hätten. Manche mit 2 oder 4 Kindern.

Bist du zufrieden mit den Leuten?kenny_interview

Ja, absolut. Wir waren im Sommer zu acht, also für ein kleines Unternehmen doch ganz ordentlich. Ich habe ihnen die Chance gegeben und sie haben diese genützt. Ich bin ziemlich zufrieden. In einem Geschäft macht 50% das Produkt aus und 50% ist der Service, die Betreuung, die Bedienung, die Stimmung. Beste Kunden-Bedienung ist für mich das oberste Gebot. Ich versuche das hier so familiär wie möglich zu halten und habe den Angestellten gesagt: wir sind ein Team. Wir sind alle gleichwertig. Ich putze genauso. Ich mache nicht mehr, nicht weniger als die anderen. Alle werden gleich behandelt. Niemand wird besser oder schlechter gestellt. Sicher gab es auch Mädels, die nach 2 Tagen gesagt haben, das mach ich nicht, ich bekomm eh Geld vom AMS. Das ist zb. einer der Nachteile, wenn man so ein Sozialstaat wie Österreich ist.

Wann genau habt ihr aufgemacht?

Am 14. Juni war die Eröffnung. Jetzt sind wir also seit mehr als 6 Monaten hier. Und viele kommen herein, sind dankbar, dass wir da sind. Freuen sich, dass so etwas gutes hier eröffnet wurde. Sie hoffen, dass wir überleben werden. Wir haben ein besonderes familiäres Klima hier und das spürt man einfach wenn man schon die Türe reinkommt. Manche Kunden kommen sogar mit verschiedenen kleinen Geschenken zu uns. Das fühlt sich gut an, wirklich ein super Feedback. Unsere Kunden sind unsere beste Werbung. Mein Team und Ich versuchen wirklich bei jedem Kunden 120% zu geben, das ist mir enorm wichtig. Homepage ist in Bearbeitung, ist alles immer eine Kostenfrage und ich versuche so viel wie möglich immer selber zu machen. Ansonsten nutzen wir Facebook und Instagram. Social Media ist heutzutage immens wichtig.

Noch einmal zurück. Du hast Jus und Wirtschaftsrecht studiert, hast du auch in der Branche gearbeitet?

Ich war schon in verschiedenen Kanzleien während meiner Studienzeit tätig. Aber ich hab halt gemerkt, das ist nicht so meins. Ich bin auch Fußball-Schiedsrichter beim ÖFB. Leider kann ich seit meinem Unfall dieses wunderschöne Hobby bis dato nicht ausüben.

Hast du in deinem Vorfeld schon einen Bezugspunkt zu dieser Branche gehabt?

Nein, gar nicht. Wir haben zwar, wenn wir mit Freunden unterwegs waren, immer wieder versucht, etwas Neues auszuprobieren. Ich versuche immer hinter die Kulisse von etwas zu sehen und stelle mir dann selber Fragen, wie warum weshalb was hat es auf sich… Es ist mir immer schon ein Anliegen gewesen Kleinunternehmer zu unterstützen. Ich gehe lieber in einen kleinen Markt, bevor ich in einen großen Supermarkt gehe.

Aber die Idee zu diesem Lokal ist dir im Krankenhaus gekommen?

Schon früher, aber in den Krankenhäusern hatte ich viel Zeit zum Nachdenken und da habe ich mich dann intensiver damit beschäftigt. Die grobe Idee hatte ich schon vorher. Als ich Gerda Hauser kennengelernt habe, hatte ich den Standort hier schon. Da kam es dann wirklich auf die Feinheiten an. Mit ihr kamen dann vor allem die Gewürze ins Spiel. Das ist dann aber relativ zügig gegangen.

Ich kenn Leute, die sitzen seit 2 Jahren am Business Case…

Genau. Ich habe eigentlich kein Konzept aufgeschrieben, kein worst case-Szenario etc… für mich war klar: du musst erst einmal eröffnen. Wir mussten den ganzen Laden von Grund auf total erneuern. Zuvor war der Standort ein 30 Jahre altes Handtaschengeschäft. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es hier ausgesehen hat und was wir jetzt hier erreicht haben. Während der Bauarbeiten gab es viele Schwierigkeiten. Zb. Wurden einige Geräte wie Kühlschränke, Geschirrspüler, schon ins Geschäft geliefert, nur leider hatten wir zu der Zeit keine Türe. Da habe ich mit Freunden im Geschäft übernachtet, damit niemand die Einrichtung stiehlt. Glücklicherweise war es ein warmer Sommer. Die Miete hier ist sehr sehr hoch. Aber ich habe eine Standort-Analyse gemacht, es ist einer der meist begangenen Standorte in Österreich. Einer der höchst frequentierten Plätze. Hier ist eine Wahnsinnsanzahl von Einheimischen. Das heißt Leute, die jeden Tag hier vorbeigehen. Mein Ziel ist, ein fixes Besuchsziel im jeweiligen Tagesplan unserer Kunden zu sein. Sie wissen, wenn ihr Körper nach Gesundheit schreit, gehen sie zu Kenny’s. Daher war es uns wichtig, dass wir uns möglichst schnell einen Namen machen. Mit vielen Aktionen. Wir haben sogar einen DJ vor dem Laden auflegen lassen. Solange, bis die Polizei gekommen ist. Aber es hat geholfen. Den Leuten hat es gefallen, sie haben getanzt, gefeiert und gesunde Smoothies bei uns getrunken. Es wurden uns von Anfang viele Steine in den Weg gelegt. Egal ob es engstirnige fremdenfeindliche Nachbarn waren oder die unzähligen Behördengänge und Genehmigungsansuchen.

Was hat eigentlich länger gedauert: die Ausarbeitung des Geschäftsplans oder die Behördengänge?

Die Behördengänge. Und ich finde es schade, wenn Jemand, der die Wirtschaft einmal ankurbelt, der ein Unternehmen aufbaut, der 7 Leuten Arbeit gibt, extra Leute vom AMS nimmt, womit auch weitere Last vom Steuerzahler abfällt und alle behördlichen Auflagen erfüllt, auch noch gepiesackt wird. Und die Ratenzahlung für die Registrierkassa läuft auch noch… Ich hatte schon über 3 Kontrollen. Ich musste Strafe zahlen, weil ich keinen Nicht-Raucher Aufkleber an der Türe hatte oder nicht die Jugendschutzbestimmungen(Alkohol darf nicht an Jugendlich ausgeschenkt werden ->Wir haben ja nicht einmal Alkohol in unserem Sortiment), das waren zb. 50€. Nur 30€ Strafe dafür, weil mein Mistkübel kein Fußpedal hatte. Sonst haben sie bei den Kontrollen nichts gefunden und das spricht nur für unser wirklich sehr sauber geführtes Lokal.

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Sieht auch alles pikobello fein und sauber bei euch aus

Bezüglich der Gewerbeberechtigungen und den ganzen Behörden hatte ich vielleicht durch das Jus-Studium ein paar Vorteile gehabt. Aber es kann ja nicht jeder Jus studieren, der einen Smoothie-Laden aufsperren möchte, oder?

Du hast 10 Jahre studiert. Du hast etwas mit Didi Mateschitz gemeinsam!

Cool! Hab ich nicht gewusst. Ich sollte ihn einmal anrufen, wegen einer Kooperation (lacht). Ein Red-Bull Smoothie vielleicht.

Was sind die nächsten Pläne? Verrätst du uns das?

Auf jeden Fall ein zweiter Standort. In Wien; entweder ein fixer Standort oder eine mobile Station. Viele wollten das schon buchen. Statt Sekt und Alkohol wollen die Leute auch einmal was Gesundes. Da kann man dann auch etwas mehr verlangen. Willst du die weiteren Läden selbst betreiben oder in Lizenz vergeben? Alles selber managen. Aber die mobilen Stationen sind ein wenig in einer gesetzlichen Grauzone, das ist mit den Behörden noch schwierig. Man braucht wieder für alles eine Extra-Genehmigung. Und die Kosten für eine mobile Station sind auch nicht ohne. Wir sind derzeit am Suchen und Planen, wie wir das umsetzen könnten. Außerdem wäre eine Kooperation mit den Bädern und den Schulen interessant. Da ist noch die Frage, wie man da reinkommt, wie eine Kooperation aussehen könnte. Bei den Schulen ist so, dass Schüler aus dem 10. Bezirk bis zu 50% übergewichtiger sind als Schüler aus anderen Bezirken. Anscheinend ernährt man sich in Favoriten besonders ungesund. Hier gibt’s überall nur Fast Food, Pizza, Döner oder in fett triefende Nudeln. Aber derzeit dürfen wir an den Schulen nicht einmal Flyer für gesundes Essen hinterlassen.

Du könntest die Mensa ja direkt mit deinen Säften beliefern.

Das wäre möglich, aber das wollen die wahrscheinlich auch nicht. Es geht zunächst ja nur darum, dass die Eltern und Kinder wissen, dass es auch etwas Gesundes jetzt am Reumannplatz gibt. Nicht mehr. Wenn die Eltern wüssten, dass es zum Preis eines Burgers auch etwas Gesundes in der Nähe gibt, dann würden sie das in Anspruch nehmen. Sogar unsere Waffeln..

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…ja, wenn hereinkommt, duftet es herrlich nach frischen Waffeln.

Wir haben Waffeln, Waffel-Spieße, Waffel-Burger und das alles auch vegan! Es gibt außer uns kaum jemand der so ein veganes Waffelangebot in Österreich hat. Keine Eier, Kein Öl, keine Butter. Man kann also auch eine gesunde Nachspeise haben, die einen wirklich umhaut. Und hier ist mein Herz-Stück. Wir haben die größte Topping/ Saucen-Bar Österreichs. Obst, Leckereien, hausgemachte Cremen oder verschiedene Saucen. Wir haben täglich 60 verschiedene! Wer kreiert alle diese Speisen Leckereien? Ich sehe mich selber immer als einer meiner besten Kunden und denke nach was super schmecken könnte und dann tue ich es einfach. Und so geht das dahin (lacht). So haben wir in der Zwischenzeit merh als 60 verschiedene Toppings. Wir werfen fast nichts weg. Da gehen wir lieber öfters weniger einkaufen. Auch Salate und Suppen werden täglich frisch gemacht. Die Suppen gibt’s je nach Jahreszeit. Und das ganze zu wirklich unschlagbaren Preisen. Wir haben auch Kombi-Angebote, damit dass dann sogar noch günstiger ist.

Ich selbst habe ein paar Wochen von Smoothies gelebt. Es geht. Wie vermarktest du dein Geschäft?

Prinzipiell durch die Kunden. Die beste Werbung ist die Mundpropaganda. Wenn die Kunden glücklich rausgehen, erzählen sie das ihrer Familie, ihren Freunden. Daher auch die Länder-Namen für die Smoothies. Was gibt es Lustigeres, als seinen Freunden zu erzählen „Heast, heute habe ich einen Türken getrunken!“ Ja da gibt es einen Laden, der hat frisch gepresste Säfte aus verschiedenen Ländern. Man muss den Türken nicht mögen, um ihn zu trinken. Das ist auch eine Message. Ich kann nur jedem eines garantieren: „Einmal Kenny’s, immer Kenny’s.“

Du hast selbst einen Migrations-Hintergrund. Welchen?

Genau. Ich habe türkische Wurzeln. Bin aber in Österreich geboren. Meine Eltern sind vor merh als 30 Jahren nach Österreich gekommen. Ich bin gerne in Wien. Wien ist für mich eine Metropole. Von der Lebensqualität her kann man sich nichts Besseres vorstellen als Österreich. Am Anfang haben Einige zu mir gesagt: Endlich kein Döner, endlich einmal kein Pizza-Laden. Endlich einmal kein Türke der hier was aufmacht. – Ich lächelte nur und erzählte dann von meinen türkischen Wurzeln. Da gabs dann natürlich ein Aha und Sorry, alles kein Problem, ich kann es auch irgendwie nachvollziehen. Viele Türken selber können echt nicht glauben, dass ein Türke so ein Konzept entwickelt und auf diese Art und Weise umgesetzt hat.

Ich danke für das Gespräch, zu dem ich eigentlich einen Steirer-Smoothie haben wollte. Gibt es nicht. Dann eben Balkan-Smoothie, liegt ja gleich daneben. Außerdem wurde ich mit einer unglaublich leckeren Pistaziencreme-Topping und einer roten Rüben-Ingwer Suppe (mit allerlei geheimen Ingredienzien) gewogen gemacht. Einfach köstlich und es bleibt nur zu hoffen, dass sein nächster Laden bei mir in der Nähe öffnet.

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Fotos: eigene & Kenny’s World of Juices

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