Mobbing im Unternehmen – Ausweg: Mediation

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Mobbing im Unternehmen Ausweg Mediation
Johannes Priebsch

Johannes Priebsch

Mediator & Partner bei geschlichtet!
Mediator in Wien. Schwerpunkte Behindertengleichstellung, Start-Ups und Wirtschaftsmediation. Auf Deutsch, Italienisch und Englisch.
Johannes Priebsch

Es ist Zeit einmal ausführlich über das Thema Mobbing im Unternehmen zu sprechen. Denn gerade in Fällen von Mobbing hat sich der Weg der Mediation als besonders effektiv erwiesen. Erfahren Sie, wie sie Mobbing erkennen, wie es dazu kommt, was dabei passiert und wie es im schlechtesten Fall enden kann. Lernen Sie warum gerade Mediation einen Ausweg darstellt.

Es kommt zu Mobbing im Unternehmen

Mobbing im Unternehmen ist der typische Fall von aus “Spaß wurde Ernst!”. Jeder Mensch hat eine kindliche Seite: Was einmal als harmloser Witz beginnt, kann böse enden! So kommt es in Unternehmen, genauso wie in Schulen, zu Mobbing: Der Unterschied? Aus “Deine Klamotten sind total uncool” wird “Dein Team hat die Deadline schon wieder nicht eingehalten!”.

Jetzt werden Sie, von diesem einfachen Beispiel angeregt, unterschiedliche Situationen im Kopf durchgehen und anschließend überlegen, ob es sich bei Situation A um Mobbing gehandelt hat, oder ob Situation B nicht eh nur Spaß war… Doch welche Handlungen fallen eigentlich unter Mobbing?

Was ist Mobbing?

Unter Mobbing wird das bewusste und regelmäßige Ausgrenzen, Einschüchtern, Entmutigen und Verletzen verstanden. Oft hat es zum Ziel, den Gemobbten aus dem Unternehmen oder dem Team zu drängen. Mobbing im Unternehmen kann sowohl unter Arbeitskollegen vorkommen als auch vom Vorgesetzten ausgehen („Bossing“).

Wie erkennt man es?

Gerade weil der Grat zwischen „noch Spaß“ und „schon ernst“ so schmal ist, fällt es vielen Unternehmen schwer Mobbing zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. Anzeichen für Mobbing können folgende Verhaltensweisen sein:mobbing im unternehmen bossing

  • Soziale Isolation (“Herr K sitzt immer an einem extra-Tisch in  der Kantine”)
  • Vorenthalten von Informationen (“Frau F erfährt immer als Letzte von Änderungen im Projektplan”)
  • Intensive Kontrolle (“Nur bei Frau H wird die Zeitabrechnung jede Woche kontrolliert”)
  • Kleinliche Kritik (“Herr M wird wegen jeder Kleinigkeit lautstark kritisiert”)

Es lohnt sich früh zu reagieren, und beide Seiten, getrennt voneinander zu den Vorfällen zu befragen!

Gemobbed

Für Betroffene kann das (Arbeits-)Leben zum Albtraum werden: Ständige Diskrimierung, Ausgrenzung, soziale Isolation. Der tägliche Frust und die andauernde Angst etwas falsch zu machen, zermürben den Betoffenen. Seine Produktivität fällt ab und die Tür zum Burn-Out steht weit offen.

Sucht er das Gespräch, um den Grund für das Mobbing zu erfahren, kommt als Antwort bestenfalls ein ‘na, passt eh bis!’… Es folgt weiterer Rückzug und weiteres Mobbing.

Die Mobber

Aber auch für die, die mobben, ist die Situation eine Schwierige. Oft kommen sie schon bald nach Beginn des Mobbings – wo es noch „Spaß“ war – zur Einsicht und möchten das Geschehene rückgängig machen. Doch wie? Es beschleicht sie die Angst ihr Gesicht zu verlieren und vor den anderen Mobbern schlecht dazustehen. Außerdem müssten sie eingestehen, dass sie wochenlang etwas zutiefst Kindisches gemacht haben. Da ist es einfacher weiter zu machen.

(Un-)Beteiligte

Auch für Dritte, die nicht direkt am Mobbing beteiligt sind, ist eine solche Situation unangenehm. Den Gemobbden unterstützen und sich selbst der Gefahr aussetzen? Mitmachen, um vor den Anderen nicht als feig dazustehen? Aus dem Konflikt raushalten und ihn so weit wie möglich ignorieren? Egal welche Variante er oder sie wählt, die Situation an sich lenkt von der Arbeit ab und kostet Energie.

Was kann passieren?

Davon abgesehen, dass das Betriebsklima allgemein darunter leidet, entstehen tiefe Gräben zwischen den Mobbern und dem Betroffenen und seinen Helfern. Gute Voraussetzungen für Team-Work sehen anders aus! Im schlimmsten Fall entscheidet sich der Betroffene dazu, das Unternehmen zu verlassen. (siehe Fürsorgepflichten!) Ihm folgen in kurzem Abstand bestimmt seine Helfer und in größerem Abstand die nächsten Betroffenen. Mobbing hat nicht nur etwas mit einer Person zu tun. Es ist eine Art und Weise mit Stress und Angst umzugehen. Der Abgang des Betroffenen ändert nichts daran.

Fürsorgepflichten

Sind Sie der Arbeitgeber? Dann treffen Sie Fürsorgepflichten. Mobbing im Unternehmen berechtigt den Mitarbeiter zum vorzeitigen Austritt. Auch Schadenersatzforderungen sind nicht selten. Natürlich ist, so wie bei jeder Form der Diskriminierung, die Beweisführung einem Prozess schwierig. Mediation bietet deswegen einen guten Ausweg.

Wer kann etwas daran ändern?

Wie wir gesehen haben, handelt es sich bei Mobbing um einen Teufels-Kreis, aus dem alle Beteiligten schwer ohne fremde Hilfe wieder rauskommen. Es braucht in solchen Fällen einen Dritten, der einen Ausweg anbietet. Das sind Sie!! Egal ob Sie Personalverantwortliche oder im Betriebsrat tätig sind, Chef oder Kollege, Sie können etwas verbessern indem Sie die Beteiligten zur Mediation bewegen.

Ausweg: MediationEinigung durch Mediation nach Mobbing im Unternehmen

In der Mediation setzen wir uns mit allen Beteiligten an einen Tisch und unterstützen sie aus dem Teufelskreis
rauszukommen. Alle Beteiligten bekommen die Chance, die Situation in einer vertraulichen Umgebung zu klären. Nicht die Schuldfrage wird gestellt, sondern eine zukunftsweisende Vereinbarung entwickelt, um neue Wege der Zusammenarbeit zu finden. Der Gesprächsinhalt bleibt vertraulich und ihr Ruf als Firma bleibt intakt. So lassen sich Mobbing-Fälle weit besser und günstiger regeln: Denn einen guten Mitarbeiter zu verlieren kostet mehr.

Sie werden sehen! Die Arbeitsatmosphäre wird sich verbessern und die Produktivität wieder steigen!

Rufen Sie gleich an.

(Foto: Shutterstock / pathdoc)

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