Mediation. Es geht ums Geld

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P. Slaje

Am 18. Juni war der Tag der Mediation und zahlreiche Veranstaltungen haben es sich wieder einmal zum Ziel gesetzt, Aspekte der Mediation zu beleuchten. Vielleicht auch Mediation zu ‚erklären’.

Wie bitte? Wozu Mediation erklären? Es bedarf auch keines Tages der Steuerberater, Anwälte, Zahnärzte, Architekten oder Gärtner, um zu erklären, was man mittels Steuerberatung, Rechtsberatung, Bauplänen oder einem Garten erreichen vermag. Wäre die Mediation neu, dann gäbe es einen Grund, diese erklären zu müssen. Allerdings gibt es so etwas wie Mediationen seit der Antike. An der Neuheit kann es nicht liegen.

Es geht ums Geld

Genauer gesagt: Mediation reduziert Ihre Kosten. Bleiben wir dazu beim Beispiel des Steuerberaters. Genau genommen, braucht man keinen Steuerberater. Alle Steuergesetze und Entscheidungen sind kostenlos zugänglich. Darüber hinaus finden sich zahllose Bücher im Buchhandel und diverse Sozialpartner geben jährlich Broschüren zur Steuererklärung heraus. Man müsste nur ein bisschen lesen und den Taschenrechner bedienen können. Schon erspart man sich den Steuerberater, nicht wahr?

Aufwand

Doch der Aufwand sich durch die Steuergesetze zu mühen, ist enorm. Allein der derzeitige Steuergesetz-Kodex wiegt ca. 1,5kg. Und da sind noch keine Erläuterungen und Entscheidungen enthalten. Darüber hinaus bedarf es Grundkenntnisse, um die Gesetze überhaupt zu verstehen. Kurz: der Aufwand einer selbsterstellten, korrekten Steuererklärung steht in vielen Fällen in keinem Verhältnis zum erwartbaren Nutzen. Selbstverständlich gehen die Leute daher zum Steuerberater. Ich auch; Sie etwa nicht?

Risiko

Wer seine Steuererklärung selbst erstellt, nimmt ein hohes Risiko einer fehlerhaften Erklärung in Kauf. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird er zuviel oder zuwenig abschreiben. Im Ergebnis kostet das Geld: Strafe oder Steuergeschenk an den Staat. Um dieses Risiko zu minimieren, bezahlen die Leute gerne einen Steuerberater. Ich auch; Sie etwa nicht?

Aufwands- und Risikominimierung durch Mediation

Die meisten Konflikte lassen sich am kurzen Weg und zwischen den Parteien klären. Sobald sich der Konflikt in die Länge zu ziehen beginnt, zieht man besser einen neutralen Dritten (Mediator von geschlichtet!) bei. Unsere Mediatoren sind ausgebildet, eine Einigung rasch herbeizuführen. Unsere Kunden sind regelmäßig überrascht, wie klaglos dies funktioniert. Eben: so einfach wie die Erstellung einer Steuererklärung durch den Steuerberater.

Wenn man nicht mehr zusammenkommt, gibt es immer noch die Alternative der Klage bzw. der Klagsdrohung. Das ist legitim. Abgesehen von den Kosten, die damit verbunden sind, geht die klagende Partei ein hohes Risiko ein. Nämlich, dass der Richter anders entscheidet als man glaubt. Das passiert. Auch wenn man sich noch so sicher ist. Außerdem dauert der Klagsweg einige Monate; – Zeit ist Geld. Kluge Anwälte raten selten zur Klage.

In der Mediation haben Sie dieses Risiko nicht. Denn sie entwickeln die Regelung selbst. Geleitet durch den neutralen Dritten. Selbst bei einem Vergleichsangebot durch uns (Schlichtung) sind Sie an den Vorschlag nicht gebunden und können frei über Annahme, Änderung oder Ablehnung entscheiden.

Selbstverständlich nehmen die Leute Mediation in Anspruch. Ich auch; Sie etwa nicht? Wir haben ja – um mit Niki Lauda zu sprechen – „nichts zu verschenken“.

Mediation rechnet sich. So wie die Steuerberatung

Zusammengefasst: eine Mediation rechnet sich. Sie minimieren ihren Aufwand und ihr Risiko. Der Grund für professionelle Dienstleistungen liegt wohl in der arbeitsteiligen Wirtschaft so wie der daraus erwachsenden Spezialisierung begründet.

Die Sache ist so einfach, dass man sich fragt: Wozu Mediation erklären

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