Maria Hinterauer im Interview

Teilen:
Wir treffen Maria Hinterauer zum Interview und stellten ihr ein paar Fragen über Maria persönlich, ihre Sicht auf die Mediation und auf die Partnerschaft bei geschlichtet!

Warum hast Du Deine Karriere aufgegeben und bist Mediatorin geworden?

Maria-Hinterauer_geschlichtet

Ich würde nicht sagen, dass ich meine Karriere aufgegeben habe. Die Entscheidung, vor der ich stand, war ein guter Job und sicheres Einkommen vs. Zeit und Geld in Weiterbildungen investieren um meine Fähigkeiten mit Fachwissen und Erfahrung auszubauen und zu entfalten. Es war einfach notwendig, eine klare Entscheidung zu treffen. In meinem Fall ging es darum, mich gegen die Sicherheit eines gut bezahlten Jobs im Angestelltenverhältnis zu entscheiden. Wenn es das ist, was du als Karriere bezeichnest, ja, dann habe ich die sehr bewusst aufgegeben. Ich würde es allerdings so formulieren, dass ich für einen gewissen Zeitraum mein sicheres Einkommen aufgegeben habe, um mich meiner Karriere und meiner Berufung zu widmen. Und ich habe es – auch wenn es nicht immer leicht war – noch keinen einzigen Tag bereut!

Was dürfen sich Deine Kunden bei Dir erwarten? Was zeichnet gerade Dich als Mediatorin aus?

Es ist einfach meine Berufung. Es liegt mir, Klarheit in Beziehungen – egal ob geschäftlich oder privat – zu bringen. Ein Konflikt entsteht im Grunde genommen immer deshalb, weil irgendetwas unklar ist – ein einfaches Missverständnis, unterschiedliche Werte, eine andere Art zu kommunizieren, usw. Umso länger der Konflikt schon vor sich hin kocht, umso schwieriger ist es, tatsächlich dort hinzukommen, wo man das Feuer auslöschen kann. Und genau das ist meine Spezialität. Es gelingt mir ausgesprochen schnell, an die Wurzel „des Übels“ oder – um bei der Metapher zu bleiben – an den Brandherd vorzudringen. Das spart Zeit, Geld und Energie. Der sehr entspannende Nebeneffekt davon, der Sache wirklich auf den Grund zu gehen, ist: Wenn das Feuer aus ist, kann es auch im Nachhinein nicht wieder ständig aufkochen.

In welcher Fachrichtung arbeitest du am liebsten?

Also wirklich, wir Mediatoren bewerten doch nicht. Selbstverständlich arbeite ich überall gleich gern (lacht). Nein, ganz im Ernst: Natürlich gibt es Richtungen, die mir besonders viel Freude bereiten. Bei mir ist das die Wirtschaft! Und wenn ich ganz ehrlich bin, am liebsten direkt in den Unternehmen, als Innerbetriebliche-Mediatorin. Da bringe ich aufgrund meiner vorigen beruflichen Tätigkeiten einen großen Erfahrungsschatz mit und kann meinen Kunden so eine hohe Sicherheit bieten. Außerdem erfüllt es mich sehr, in Unternehmen an den menschlichen Themen zu arbeiten. Es ist mir einfach ein Anliegen, die Arbeitswelt von Wachstumsblockaden aus zwischenmenschlichen Konflikten zu befreien. Und jeder, der es einmal erlebt hat, wird mir zustimmen: Wenn man mit oder in einem Team arbeitet, das konfliktfähig ist, wird eine Art von Erfolg erreicht, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Eine wahre Bereicherung!

Wie würde Dich Dein Mann beschreiben?

Hmm… Ich glaube, er würde sagen: „Maria ist eine Frau, die es verstanden hat, Gefühl und Verstand in Einklang zu bringen. Das macht sie zur idealen Begleiterin für Menschen in schwierigen Situationen. Sie versteht es, die Menschen auf ganz einfache Art und Weise aus der Hoffnungslosigkeit oder gar Resignation in die Zuversicht zu führen. Egal, was vorher passiert ist, die Menschen werden in ihrer Gegenwart in sehr kurzer Zeit wieder motiviert, friedlich und arbeiten miteinander. Und ganz ehrlich…Ich habe keine Ahnung, wie sie das macht.“

Warum hast Du Dich für geschlichtet! entschieden?

Ich wünsche mir, dass die Mediation einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommt. Das Leben ist einfach schöner, wenn die Konflikte nachhaltig gelöst sind. Und ich habe selber schon überlegt, einen Zusammenschluss von Mediatoren zu gründen, um den großen Wert dahinter sichtbar zu machen. Als Dr. Patrick Slaje mich mit der Frage kontaktiert hat, ob ich als Partnerin bei geschlichtet! einsteigen möchte, war ich sehr dankbar, dass auch er in diese Richtung geht und habe mich dafür entschieden, ihn zu begleiten. Gebündelte Kraft ist einfach wirkungsvoller und die Teamarbeit macht richtig Freude. Gemeinsam wollen wir nun das, was Jos de Blok in den Niederlanden mit der Pflege geschafft hat, im deutschsprachigen Raum mit der Mediation schaffen. Und ich bin sicher, es wird uns auch gelingen! Der Schritt, Mediation anzunehmen und den passenden Mediator zu finden, soll für die Menschen in Zukunft viel einfacher sein.


Wir danken für das Gespräch. Mehr über Maria findet sich hier.

Redaktion
Follow me

Redaktion

geschlichtet! Redaktion bei geschlichtet!
Redaktion
Follow me

Letzte Artikel von Redaktion (Alle anzeigen)

Teilen:

Hinterlassen sie eine Antwort