Lernen Sie, wie ein jahrelanges Scheidungsverfahren in der Mediation in 3 Sitzungen erfolgreich beendet wurde.

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Manche Scheidungs-Verfahren gehen glatt, andere eskalieren. Wieder andere schleppen sich dahin. Manche sogar über Jahre. Einen solchen Fall hatten wir eben wieder in unserer Kanzlei. Warum dieses Verfahren so lange dauerte und wie es bei uns in nur 3 Sitzungen gelöst wurde, erfahren Sie hier.

Unsere Medianten ‚versuchten’ sich seit Jahren zu scheiden. Das heißt, sie leben seit Jahren getrennt, jeder hat einen neuen Partner. Die 3 Kinder leben bei der Mutter und der Vater nimmt sie ‚on demand’. Aber: rechtlich geschieden waren sie nicht. Obwohl sie das beide schon längst wollten.

So ungefähr war die Ausgangslage in unserer Kanzlei.

Die Mediation begann holprig. Den Medianten war es selbst sichtlich unangenehm, dass ihnen über Jahre hinweg eine Scheidung nicht gelungen ist. Es gab nämlich nicht einmal einzelne strittige Punkte über die man keine Einigung erzielen konnte. Die Gespräche verliefen bisher stets im Sand; man kam vom Hundertsten ins Tausendste. Sie Situation eschwerte sich über die Jahre durch die Entwicklung zweier Patchwork-Familien und eine immer komlipiziertere Situation der Vermögensaufteilung.

Wo also beginnen?

Mediation beginnt bei der Auftragsklärung. Die beiden Mediatoren haben dafür ausreichend Zeit und Raum gewährt. Die Medianten sprachen immer offener über das, was sie erwarteten und zugleich fürchteten. Sie fürchteten nicht die Scheidung. Sie fürchteten allein, dass sie eine Vereinbarung abschließen würden, die sie später bereuen würden. Den Medianten war dies bis dahin gar nicht bewusst.

Erst durch geschicktes Fragen und Raum-Gewähren kam das wahre Bedürfnis hervor. Sicherheit, keine Übervorteilung, Möglichkeit zur Änderung.

Vorschlag der Mediatoren: wir treffen eine Vereinbarung und sehen uns in 6 Monaten wieder. Wir können die Situation dann erneut beurteilen und gegebenenfalls eine bessere Regelung einvernehmlich treffen.

Das war’s im Grunde. Einvernehmen über die zwingenden Inhalte einer einvernehmlichen Scheidung wurde rasch erzielt (das war nicht das Problem). Die Medianten hatten nun die Sicherheit, dass eine die Vereinbarung nun auch verbessert werden kann, sollten sich die Lebensumstände ändern. Es kostet sie auch vergleichsweise wenig. Der Anwalt unseres Vertrauens hat sich die Vereinbarung durchgesehen, 2 kleine Formulierungs-Verbesserungen gemacht und die Scheidung wurde eingereicht. Geschafft und glücklich.

Sie haben gelernt, dass Mediation einen anderen Zugang zum Konflikt hat, als streitige Verfahren. DurchMediation haben die beiden sehr viel Zeit, Nerven und Geld gespart. Und sie kommen jetzt besser miteinander aus. Das ist auch zum Wohle der Kinder.

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