Das Kontaktrecht bei der einvernehmlichen Scheidung

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Kontaktrecht

Nachdem die Kinder nach einer Scheidung ihren hauptsächlichen Aufenthalt bei einem der Elternteile haben, muss dem anderen Elternteil ein Kontaktrecht eingeräumt werden. Eben das Recht, Kontakt zu den Kindern zu pflegen. Bei einer einvernehmlichen Scheidung nach §55a EheG können die Eltern – unter Berücksichtigung des Kindeswohls – das Kontaktrecht vereinbaren. Sie sind dabei nicht ganz frei. Wie schon bei der Obsorge-Vereinbarung steht das Kindeswohl im Vordergrund. Und, spätestens bei Minderjährigen, auch der Kindeswunsch.

 

Wie oft und wann soll der Kontakt erfolgen?

Es gibt keine gesetzliche Mindest- oder Höchstanzahl an Tagen oder Stunden in denen der Kontakt erfolgen muss. Die Häufigkeit und Länge des Kontakts zu den Kindern richtet sich nach dem Alter der Kinder, nach deren Wünschen und auch nach der bisherigen Gestaltung. Je jünger die Kinder sind, desto häufiger dafür aber kürzer kann der Kontakt erfolgen. Je älter die Kinder sind, umso länger können die Pausen sein. Dafür kann die gemeinsame Zeit dann umso länger sein.

Ab dem 14. Lebensjahr kann das Kind schon selbst entscheiden. Es kann den Kontakt auch gänzlich ablehnen. Ein Kontakt zum entsprechenden Elternteil kann dann nicht erzwungen werden.

Das Kontaktrecht – Recht oder Pflicht?

Das Kontaktrecht ist ein Recht des Kindes auf Kontakt zu jenem Elternteil, bei dem es nicht seinen hauptsächlichen Aufenthalt hat. Es ist aber auch ein Recht des Elternteils, bei dem die Kinder nicht wo